Gefahren eines Leasings

 

Das Leasing birgt nicht nur Gefahren, es hat auch Vorteile

 

  • Nur die Nutzung des Autos muss bezahlt werden
  • Das Kapital ist nicht gebunden, die Liquidität bleibt erhalten
  • Kalkulierbare Kosten

 

Die wesentlichen Nachteile

 

  • Leasen ist teurer als kaufen
  • Höhere Fixkosten (z.B. obligatiorisches Vollkasko)  
  • Oftmals über mehrere Jahre an einen Vertrag gebunden

 

Die Gefahr des vorzeitigen Ausstiegs

 

Die Leasinggeberin darf vom Vertrag zurücktreten, falls mehr als drei Leasingraten oder mehr als 10 Prozent des Nettokredites bzw. des Barzahlungspreises ausstehend sind. Im Falle eines vorzeitigen Ausstiegs hat die Leasinggeberin zudem das Recht, die bereits bezahlten monatlichen Raten aufgrund der verkürzten Laufzeit rückwirkend zu erhöhen! Der Leasingnehmer wird also nachschusspflichtig. Ausserdem muss das Auto zurückgegeben werden (Art. 15 KKG).

 

Die Gefahr von Mehrkilometern und Schäden am Auto

 

Im Leasingvertrag wird eine Obergrenze der Kilometer festgelegt. Diese Angabe beeinflusst den Restwert, zu welchem das Auto nach Ablauf des Leasings erworben werden kann. In den meisten Verträgen ist festgehalten, dass ein Überschreiten dieser Kilometer-Obergrenze mit Zuzahlungen pro überschrittenem Kilometer abgegolten werden muss. Inwiefern sich das Auto bei Rückgabe "in einwandfreiem Zustand" befindet, entscheidet der Garagist. Allfällige Abweichungen zahlt der Leasingnehmer (oder allenfalls die Vollkaskoversicherung).

 

Die Gefahr von unterschätzten Nebenkosten

 

Nebst der vertraglich festgelegten Leasingrate, ist der Abschluss einer Vollkaskoversicherung obligatorisch. Insgesamt rät der Touring Club Schweiz TCS zu den verhältnismässig tiefen monatlichen Leasingraten noch einmal den doppelten Betrag zu addieren, um die effektiven Kosten zu erhalten. Benutzen Sie zur Berechnung der effektiven Kosten unseren Kosten-Rechner.

 

Die Gefahr am Schluss mit leeren Händen dazustehen

 

Das geleaste Objekt ist während der Laufzeit im Eigentum der Leasinggesellschaft, der Leasingnehmer ist nur "Mieter". Nach Ablauf der vertraglich festgelegten Zeit offeriert die Leasinggesellschaft in der Regel das Objekt ihrem Kunden gegen Bezahlung eines kalkulierten Restwertes zum Kauf, jedoch besteht grundsätzlich keine gesetzliche Kaufoption seitens des Leasingnehmers.
 
  
Quelle: Andreas Benz, Marcel Emmanuilidis, Pascal Jendt, Pamela Schweizer, Ronny Zingre; Autoleasing als potenzielles Verschuldungsrisiko für Jugendliche; HWZ; 20.01.2005