Erziehende

 

Armut trifft immer öfters Familien aus dem Mittelstand

 

Armut trifft nicht nur unterste Schichten. Der Weg von einem gesicherten mittelständischen Lebensstil zu einer prekären Existenz kann heute sehr kurz sein. Wer früher, in Zeiten der Hochkonjunktur, seine Stelle verlor, konnte relativ schnell wieder einen Job finden. Heute sind aber auch Kader und gut ausgebildete Berufsleute von Arbeitslosigkeit betroffen. Wenn plötzlich nur noch 70% des Einkommens zur Verfügung steht schnappt die Schuldenfalle plötzlich zu.

 

Kinder sind ein Armutsrisiko

 

Es zahlt sich aus, wenn Sie vor der Geburt Ihrer Kinder ein Budget aufstellen und vor einer Trennung die Geldfragen regeln. Das ist vielleicht nicht sehr romantisch, zeigt einem aber die unvermeidlichen finanziellen Konsequenzen der veränderten Situation klar auf. Ein Kind gross zu ziehen kostet bis zu einer halben Million Franken. Dies soll nicht abschrecken, nur darauf hinweisen, wie wichtig eine genaue Finanzplanung ist.

 

Probleme von Alleinerziehenden und Geschiedenen

 

Bei einer Trennung wird das Einkommen auf die beiden Haushalte aufgeteilt. Die Praxis zeigt, dass es auch bei gutem Verdienst (CHF 5'000 - 6'000) nicht möglich ist, zwei Haushalte zu finanzieren, ohne mit seinen Verpflichtungen in Verzug zu geraten. Eine Trennung sollte daher, wenn immer möglich, langfristig geplant werden, vor allem wenn Kinder da sind. Schulden entstehen dieser Situation oft durch: 

 

  • Anwaltskosten
  • Zusatzkosten für die Einrichtung einer neuen Wohnung inkl. Umzug
  • Anschaffung eines zweiten Autos 
  • Mehrkosten, die durch das Führen von zwei getrennten Haushalten anfallen
  • Fehlende Anpassung des gewohnten Lebensstandards
  • Auszahlungen an die Gegenpartei
  • Auflösung von gemeinsamen Verbindlichkeiten wie Kredite, Leasings, Hypotheken