Insolvenzen
Das Insolvenzverfahren dient dazu, einen gerechten Ausgleich zwischen überschuldeten und zahlungsunfähigen Schuldnern und ihren Gläubigern zu schaffen. Dazu werden die Gerichte bemüht, die auf der Grundlage der Insolvenzordnung diese Auseinandersetzung regeln. Auf den Angaben der Gerichte beruht auch die Insolvenzstatistik.
Im Jahr 2010 haben die deutschen Amtsgerichte 31 998 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Damit lagen die Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2010 um 2,1% niedriger als im Vorjahr. Im Krisenjahr 2009 hatten die Unternehmensinsolvenzen erstmals seit dem Jahr 2003 wieder zu genommen (+ 11,6%).

Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland
Gründe für Überschuldung
-
Arbeitslosigkeit
-
Scheidung
-
Missglückte Geschäftsgründung
-
Einfachere Finanzierungsmöglichkeiten (Leasing,...)
-
Selbstbewusstseinserlangung durch Konsum
-
Konsumzwang durch Werbung / neue Trends
-
Kaufkontrollprobleme, Kaufsucht
-
Familiäres Umfeld
Der "typische" Schuldner
Den "typischen" Schuldner gibt es nicht mehr. Es ist nicht der verwahrloste Langzeitarbeitslose, der seit Jahren von der Sozialhilfe lebt. Die Schuldenfalle kann immer und überall zuschnappen. Meist dann, wenn man es nicht erwartet. Und doch, Schulden sind ein Produkt einer falschen oder sorglosen Finanzplanung und kündigen sich meist im Voraus an. Leider werden die Anzeichen oft nicht wahrgenommen.