Intrum Justitia startet die Umfage zum European Payment Index 2012

 

Intrum Justitia GmbH: Forderungsausfälle erhebliche Belastung für viele Unternehmen

 

Ausstehende Forderungen bedeuteten 2011 für viele österreichische Unternehmen handfeste wirtschaftliche Nachteile. Mit der Studie „Risk Index 2011 Österreich“ lieferte Intrum Justitia im vergangenen Jahr konkrete Zahlen zu Zahlungsausfällen. An den festgestellten Trends ändert sich nach Einschätzung von Intrum Justitia zum Jahreswechsel wenig: Unternehmen benötigen auch 2012 effiziente Inkasso- und Credit-Management-Lösungen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

 

Forderungsausfälle und -verzögerungen belasteten auch in der zweiten Jahreshälfte 2011 die österreichische Wirtschaft. Damit setzen sich Trends fort, die Intrum Justitia bereits Mitte des vergangenen Jahres im Rahmen der Studie „Risk Index 2011 Österreich“ ermittelte. Wie das Forschungswerk belegt, stieg der Prozentsatz der Zahlungsausfälle am Gesamtumsatz im Vergleich zu 2010 um 0,3 Punkte auf 2,3 Prozent, und liegt damit deutlich über dem Niveau der Jahre 2008 und 2009 (2,1 bzw. 2,0 Prozent).

 

Für die Dauer des Zahlungsverzugs konnte Intrum Justitia gegenüber dem Vorjahr keine signifikante Veränderung feststellen. 61 Prozent der ausstehenden Forderungen waren bis zu 30 Tagen überfällig, 30 Prozent der Außenstände bewegten sich im Zeitraum zwischen 31 bis 90 Tagen, 9 Prozent der Zahlungen standen seit mehr als 90 Tagen aus. Eine leichte Erhöhung konstatierte Intrum Justitia für die durchschnittliche Zahlungsdauer von Privatkunden, die sich auf 11Tage (2010: 6 Tage) verschlechterte; auch die „Zahlungsmoral“ öffentlicher Institutionen hat um durchschnittlich 5 Tage auf insgesamt 19 zugenommen. Für den Bereich der Geschäftskunden ermittelte Intrum Justitia im gleichen Zeitraum ebenfalls eine leichte Zunahme der durchschnittlichen Dauer des Zahlungsverzugs auf 12 Tage (2010: 11 Tage).

 

Die von Intrum Justitia ausgewerteten Daten belegen eine kritische Einschätzung der Konsequenzen von Zahlungsausfällen. 45 bzw. 43 Prozent der Unternehmer bewerteten die Relevanz der Risikoszenarien „Einkommensverlust“ bzw. „Liquiditätsengpass“ als „mittel“ bis „hoch“, was einem Rückgang gegenüber 2010 entspricht; der Faktor „Existenzbedrohung“ bleibt mit 17 Prozent in etwa auf dem Level des Vorjahres. Die von Intrum Justitia 2011 erstmals erhobenen Daten zum Einzelaspekt „Wachstumshemmnis“ weisen zudem aus, dass rund 23 Prozent der befragten Unternehmer diese Gefahr für bedeutend halten.

 

Der „Risk Index 2011 Österreich“ lieferte auch Daten zu den Hauptursachen ausbleibender Zahlungen. Die Veränderungen zu den beiden Vorjahren fallen hierbei relativ geringfügig aus: Rund 82 Prozent gaben an, dass die Schuldner aufgrund eigener finanzieller Schwierigkeiten nicht zahlungsfähig seien, immerhin 65 Prozent der Unternehmer rechnen aber mit „absichtlichem Zahlungsverzug“. Andere Faktoren, darunter Streitigkeiten zwischen Schuldner und Gläubiger bzw. „administrative Ineffizienz“ fallen der Untersuchung von Intrum Justitia zufolge weniger stark ins Gewicht.

 

Intrum Justitia beginnt ab sofort mit der Erfassung der Daten für den „European Payment Index 2012“. Durch die Beteiligung an der Studie tragen Unternehmen dazu bei, die Entwicklung des Zahlungsverhaltens in Europa zu dokumentieren und Risikopotenziale zu erfassen. Einsendeschluss für die Daten ist der 7. März 2012.

Dennoch blieben die Erwartungen der Unternehmer an die zukünftige Entwicklung weitgehend positiv. Wie der „Risk Index 2011 Österreich“ zeigt, rechneten im Untersuchungszeitraum nur 21 Prozent mit einer weiteren Verschärfung der Situation; im Vorjahr betrug dieser Wert noch 42 Prozent. 12 Prozent der Studienteilnehmer rechneten sogar mit einer rückläufigen Entwicklung des Zahlungsrisikos (2010: 4 Prozent), wie Intrum Justitia feststellen konnte.

Weitere Informationen über Intrum Justitia sowie den Fragebogen für den „European Payment Index 2012“ als Download erhalten Sie unter www.intrum.com/epi2012 .

 

Über den „Risk Index 2011 Österreich“

 

Für den jährlichen „Risk Index“ wertet Intrum Justitia im Rahmen der gesamteuropäischen Studie „European Payment Index” Datensätze von Unternehmen aus 22 Ländern aus. Die so gewonnenen und um statistische sowie wirtschaftliche Daten ergänzten Informationen bilden die Grundlage für den länderspezifischen „Risk Index Österreich“, der Zahlen und Fakten zum Zahlungsausfallrisiko im österreichischen Wirtschaftsraum liefert.