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Jungen Menschen die Kontrolle über ihre Finanzen ermöglichen

Immer mehr Jugendliche haben keine Kontrolle über ihre Finanzen. Intrum möchte dies ändern. In den letzten zwei Jahren hat Intrum Veranstaltungen mit Hunderten von schwedischen Schülern der oberen Sekundarklassen abgehalten, um ihnen das Haushalten mit ihren privaten Finanzen nahe zu bringen.

Immer mehr junge Menschen haben keine Kontrolle über ihre Finanzen. Das zu ändern ist das Anliegen von Intrum Justitia. In den letzten zwei Jahren hat Intrum Justitia Veranstaltungen mit Hunderten von schwedischen Schülern der oberen Sekundarklassen abgehalten, um mit ihnen über ihre privaten Finanzen zu sprechen.

Einem kürzlich erstellten Bericht von Intrum Justitia zufolge haben junge Erwachsene eine geringere Kontrolle über ihre Finanzen als ältere Bevölkerungsgruppen. Der European Payment Report 2015 zeigt, dass es in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen üblicher ist, Rechnungen nicht zu öffnen, den Überblick über die eigenen Finanzen zu verlieren oder Online-Käufe mit Kreditkarte oder auf SMS-Kredit zu tätigen. Die Ergebnisse der Befragung werden durch die unternehmenseigenen Daten von Intrum Justitia bestätigt.

„Vor nicht allzu langer Zeit, d. h. vor etwas mehr als zwei Jahren, gab ein Blick in unsere Datenbanken zu erkennen, dass immer mehr junge Menschen in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Dies wurde uns seitens der schwedischen Vollzugsbehörde Kronofogden bestätigt", berichtet Karolina Castillo, Marketing Mitarbeiterin bei Intrum Justitia.

Der Bericht ergab aber auch, dass die jungen Menschen durchaus lernen wollen, wie sie ihre Finanzen besser in den Griff bekommen.

„Vor einigen Jahren haben wir beschlossen, konkret etwas zu tun, um diesen Trend umzukehren", so Castillo. „Wir wollen einen Mittelweg zwischen Sparen und Ausgeben aufzeigen."

Daraus erwuchs das Schulprojekt. Intrum Justitia hat mittlerweile in ungefähr 20 Schulen Gespräche mit Sekundarstufenschülern über ihre private Finanzverwaltung geführt.

Einige wenige Stunden reichen aus, um den Schülern zu verdeutlichen, welche Folgen es für sie hat, wenn sie etwas online bestellen, ohne es später bezahlen zu können.

„Sie werden richtig zum Nachdenken gebracht", meint Anna Halldin, Sozialkundelehrerin am Blackebergs-Gymnasium in Bromma, einem Vorort im Norden von Stockholm.

Das Seminar und der anschliessende Workshop, in dem die Schüler Ideen für eine besseren Umgang mit Geld entwickeln sollen, habe ihren Unterricht bereichert, ist sich Halldin gewiss.

„Das ist kein trockener Schulstoff aus dem Lehrbuch", so Halldin. „Das sind nützliche Informationen für den Alltag, deren praktischer Nutzwert sich unmittelbar erschliesst."

Anfangs sollte das Projekt auf Veranstaltungen in vier Schulklassen mit anschliessfender Ergebnisauswertung beschränkt sein. Es sprach sich jedoch schnell herum, und andere Schulen bekundeten ebenfalls ihr Interesse an den Veranstaltungen mit Intrum Justitia. Selbst in lokalen und überregionalen Zeitungen war von der Initiative zu lesen. Dieser Themenkomplex stösst bei den Schülern auf großes Interesse, wie Castillo aus ihrer Erfahrung zu berichten weiss.

„Sie waren sehr aufgeschlossen", so Castillo. „Von vielen hörten wir, dass ihnen das alles neu sei. SMS-Kredite seien für sie keine Kredite gewesen. Der Reifegrad ist natürlich sehr unterschiedlich. Viele passen gut auf ihr Geld auf und haben sogar Ersparnisse."

„Es macht richtig Spass zu sehen, wie sie nebeneinander sitzen und sich gegenseitig beraten. Manchmal kommen tolle Tipps dabei heraus, wie etwa die eigene Kreditkarte zu Hause zu ‚vergessen‘ oder vor einem Kauf zunächst das Geld von der Bank abzuheben, damit man mit eigenen Augen sieht, wie viel man ausgibt."

Fakten zum Schulprojekt

Beginn: 2013

Zielgruppe: schwedische Schüler im Alter von 16 bis 19 Jahren

20 Schulen haben bislang teilgenommen.

Leitung: Intrum Justitia