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Der Verzugsschaden ist der finanzielle Schaden des Gläubigers und rechtlich ein sogenannter Verspätungsschaden nach Art. 106 OR.

Ein Gläubiger erleidet einen Verzugsschaden, weil Schuldner sich mit Zahlungen verspäten und er somit ein Inkassounternehmen beauftragen muss. Dieses Inkassoangebot kostet natürlich Geld – dadurch entstehen dem Gläubiger höhere Kosten, als der Verzugszins abzudecken vermag.

Das Gesetz besagt, dass der Gläubiger solche Kosten, also seinen Verzugsschaden, nicht selbst bezahlen muss. Er darf ihn im Inkasso dem Schuldner weiterverrechnen.

Man nennt das in der Schweiz das „Verursacherprinzip“ – heisst, derjenige muss für die Kosten aufkommen, der sie letztlich verursacht hat.