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Wie man es schaffen kann, wirklich Geld zu sparen

Alle Jahre wieder geben viele Haushalte an Weihnachten zu viel Geld aus und haben für das neue Jahr dann den guten Vorsatz, ihre Fehler nicht zu wiederholen und ein finanzielles Gleichgewicht in ihr Leben zu bringen.

Aber regelmäßig sparen ist leichter gesagt als getan. Wie können Sie Ihre guten Vorsätze tatsächlich umsetzen? Von uns befragte Experten geben Tipps, wie man dies schaffen kann.

Etwas Geld zur Seite zu legen ist die elementare Voraussetzung für gesunde und ausgewogene Haushaltsfinanzen, aber viel zu viele Haushalte schaffen es entweder nicht zu sparen, oder können es einfach nicht, weil sie nicht genug Geld zur Verfügung haben. Außerdem unterscheidet sich die Tendenz und Fähigkeit von Menschen, für ihren Ruhestand zu sparen oder einen finanziellen Puffer für unerwartete Ausgaben oder ein neues Auto zu schaffen, innerhalb der Europäischen Union sehr stark. In der EU tendieren viele Haushalte dazu, zu wenig, wenn überhaupt, zu sparen. In der monatlichen Verbraucherumfrage der EU geben etwas mehr als die Hälfte der Haushalte an, dass es unwahrscheinlich sei, dass sie in den nächsten 12 Monaten etwas sparen können.

„Ein Problem ist natürlich, dass die Haushalte, die am meisten sparen müssten auch diejenigen sind, die die größten Schwierigkeiten haben, dies zu tun“ sagt Arturo Arques, Experte für persönliche Finanzen und Berater bei der führenden skandinavischen Finanzgruppe Swedbank.

In Nord- und Westeuropa ist die Anzahl der Personen, die sparen, am höchsten, zum Beispiel sparen zirka drei Viertel der schwedischen Haushalte nach eigenen Angaben jeden Monat Geld. Die untere Hälfte der Liste wird von Ländern aus Süd- und Osteuropa dominiert, zum Beispiel Griechenland, Italien und Rumänien.

„Die südlichen und östlichen europäischen Volkswirtschaften haben substanzielle Probleme, die ihre Fähigkeit zu Sparen beeinträchtigen. Aber Menschen wollen sparen und wenn Sie ein Einkommen haben, auch wenn es niedrig ist, können Sie fast immer zumindest einen kleinen Betrag sparen. Sogar wenn man nur 10 Euro im Monat beiseite legt, kann dies schon einen großen Unterschied dabei machen, einen finanziellen Puffer aufzubauen,“ sagt Arturo Arques.

Der aktuelle European Consumer Report von Intrum Justitia zeigt auch auf, dass viele Konsumenten nicht sparen und keine finanziellen Polster haben. Die Studie zeigt, dass ein steigender Anteil an Europäern sich von ihren Schulden unter Druck gesetzt fühlen und mehr und mehr Menschen sagen, dass sie ihre Rechnungen nicht fristgerecht zahlen können. 27 Prozent der Europäer geben an, dass sie manchmal ihre Schulden nicht begleichen können. Dabei ist die Unfähigkeit von Haushalten, Rechnungen rechtzeitig zu bezahlen, laut ECPR 2016 im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.

Persönliche Finanzberater sind sich darin einig, dass es das wichtigste Ziel ist, ein finanzielles Polster zu haben, um unerwartete Kosten tragen zu können, wie z.B. ungewöhnlich hohe Rechnungen, Arzt- oder Zahnarzt-Rechnungen oder die Kosten, um wichtige Haushaltsgeräte zu ersetzen. Wir haben mit verschiedenen Experten gesprochen und fassen hier die Ratschläge zusammen, wie man sparen und eine gesunde persönliche Finanzsituation erreichen kann:

  • Legen Sie einen finanziellen Puffer für unerwartete Ausgaben an. Idealerweise sollte dieser Puffer den Gegenwert eines Jahresgehaltes umfassen, aber weniger ist besser als nichts. Wenn dieser Puffer ausgegeben wird, machen Sie einen Plan, wie sie ihn wieder auffüllen können.
  • Stellen Sie sicher, dass sie einen adäquaten Schutz gegen Einkommensausfälle haben, z.B. eine Arbeitslosenversicherung oder sonstige Berufsausfallversicherungen. Die Grundsicherung wird in der Regel vom Staat gewährleistet, aber zusätzliche Versicherungen sind oft über Gewerkschaften oder auf dem freien Markt verfügbar.
  • Setzen Sie sich spezifische Sparziele und sparen Sie regelmäßig, idealerweise jeden Monat. Entscheiden Sie sich, einen bestimmten Prozentanteil Ihres Einkommens zu sparen, z.B. fünf oder zehn Prozent. Wenn Sie eine Gehaltserhöhung bekommen, dann legen Sie die Hälfte davon zur Seite und verwenden Sie die andere Hälfte dazu, Ihr tägliches Leben zu verbessern.
  • Wenn Sie sich absolut außer Stande fühlen, zu sparen, dann schauen Sie sich Ihre Haushaltsausgaben näher an. Stellen Sie ein Haushaltsbudget auf und schaffen Sie zumindest die Voraussetzungen, wenigstens einen kleinen Betrag zu sparen.
  • Diversifizieren Sie Ihre Ersparnisse. Ein finanzieller Puffer für unerwartete Ausgaben sollte schnell verfügbar sein und nicht risikobehaftet. Dahingegen können Ihre Ersparnisse für den Ruhestand mit höherem Risiko angelegt werden, um höhere Zinserträge zu erreichen. Gezielte Ersparnisse, um zum Beispiel ein neues Auto zu kaufen, sollten im Risiko zwischen diesen beiden Varianten liegen, also ein begrenztes Risiko aufweisen. Wenn Sie teure Darlehen haben, sollten Sie diese zuerst abbezahlen. Bei Hypotheken mit niedrigen Zinsraten, ist es besser das Geld zu sparen, als diese schnell abzubezahlen.

(Die obigen Ratschläge stammen von Swedbank, Skandia, SBAB und Handelsbanken).

Indem Sie die oben stehenden Tipps befolgen, können Sie es schaffen, Ihre Neujahrsvorsätze auch umzusetzen. 2017 kann dann das Jahr sein, in dem Sie endlich anfangen, Geld zu sparen.

Intrum Justitia wünscht Ihnen ein finanziell stabiles Jahr 2017!